Symposium
anlässlich des 44. Kongresses der Deutschen Gesellschaft
für Pneumologie, München, 26.- 29. März 2003
Mit spezifischer Immuntherapie Asthma vermeiden
von
Ulrike Röper und Dr. Jochen Kubitschek
MÜNCHEN - Die Spezifische Immuntherapie (SIT) ist die einzige
kausale Behandlungsmöglichkeit bei allergischen Erkrankungen.
Dass sie Asthma verhindern kann, beweist die PAT(Preventive Allergy
Treatment)-Studie. An dieser multizentrischen Studie nahmen 191
Kinder zwischen 7 und 15 Jahren teil, die zwar an einer allergischen
Rhinitis (Pollen- oder Grass-) , nicht aber an Asthma erkrankt
waren.
Drei Jahre
lang wurden in der Verumgruppe entsprechend der jeweiligen Sensibilisierung
die verantwortlichen Allergen-Extrakte subkutan injiziert, während
die Teilnehmer der Kontrollgruppe lediglich eine symptomatische
Therapie erhielten.
Im Verlauf
der Studie, sowie während der Nachbeobachtungszeit, wurden
diverse Tests auf bronchiale Hyperreagibilität, spezifisches
IgE und Haut-Reaktion durchgeführt. Nach drei Jahren hatten
lediglich eines von fünf Kindern SIT-behandelten Kindern
Asthma entwickelt, in der Kontrollgruppe jedoch jedes zweite -
eine Risikoerhöhung um das Zweieinhalbfache.
Dieser Unterschied
blieb auch zwei Jahre nach Abschluss der SIT erhalten. Zwar waren
in beiden Gruppen neue Sensibilisierungen aufgetreten. Bei den
Kontrollen jedoch mehr.
Die
Schlussforderung dieser Studie lautet daher: "Allergische
Kinder frühzeitig hyposensibilisieren!"
Damit
lässt sich erwiesenermaßen einer Asthma-Entwicklung
vorbeugen. Und: je weniger Sensibilisierungen vorliegen, desto
besser ist der zu erwartende Therapieerfolg.