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WERBUNG
Insektengiftallergien
- hochwertige Allergenpräparate optimieren die Therapie und
helfen Todesfälle zu vermeiden.
Professor Bernhard Przybilla
berichtet über jüngste wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die
spezifische Immuntherapie (SIT) – die Weltgesundheitsorganisation
WHO spricht von „Allergie-Impfung“ – hat in den vergangenen
Jahren bei vielen wissenschaftlichen Untersuchungen ihre Bewährungsprobe
bestanden.
Professor Bernhard Przybilla,
Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie München,
wies anlässlich des 17. Fortbildungskongresses "Fortschritte
der Allergologie, Immunologie und
Dermatologie" in Davos
darauf hin, dass die heute verfügbaren hochwertigen
Allergen-Präparate einen extrem hohen Reinheitsgrad haben. Daher
ist die Effizienz der Allergietherapie mittlerweile besonders bei
der Pollen- und Insektengiftallergie sehr gut – bei gleichzeitig
hoher Medikamentensicherheit. Die
bei der Therapie der Allergien verwendeten Allergene werden
immunchemisch und biologisch standardisiert angeboten, ihre Menge
und Qualität ist daher in den qualitativ hochwertigen Allergenpräparaten
immer konstant.
Die
spezifische Immuntherapie ist mittlerweile bei der
Insektengift-Allergie eine anerkannte Behandlungsmethode die in der
Lage ist, zahlreiche Menschenleben zu retten.
Eine
im Jahr 1992 durchgeführte Untersuchung der Technischen
Universität München zeigte, dass in Deutschland jährlich mehr
als 3.000 Insektengiftallergiker durch einen Notarzt versorgt werden
müssen. Die tatsächliche Zahl schwerer Zwischenfälle liegt aber
nach Insektenstichen wahrscheinlich höher, da viele in der
Notsituation auch ihren Hausarzt aufsuchen. Eine Meldepflicht
besteht nicht.
Die
Diagnose einer Allergie wird in der Praxis des Hausarztes oder
Allergologen mit Hilfe eines hochsensiblen Hauttests gestellt. Wichtig für die Entscheidung für die Durchführung einer
spezifischen Immuntherapie ist aber unbedingt auch der eindeutige
zeitliche Zusammenhang mit den für
eine Allergie typischen Krankheitszeichen. Ein
positiver Labortest allein ist ohne gleichzeitig bestehende
klinische Krankheitszeichen kein Grund für den Beginn einer mehrjährigen
Hyposensibilisierung. Letzte diagnostische Sicherheit bietet oft ein
Provokationstest. Dieser
gibt im Fall der Insektengiftallergie auch Auskunft über den
Therapieerfolg. Unbestritten die beste Wirksamkeit hat die
Hyposensibilisierung nach Meinung von Przybilla
bei Bienengift- und Wespengift-Allergien.
Erklärtes
Ziel der spezifischen Immuntherapie ist die Besserung der
Krankheitszeichen. Im Fall der Insektengiftallergie dürfen nach
einem Stich möglichst keine Allgemeinsymptome wie Atemnot,
Blutdruckabfall und allgemeiner Schweißausbruch auftraten. Die
meist gleichzeitig beobachtete Reduzierung der symptomatisch
wirkenden medikamentösen Begleittherapie ist ein gern gesehener
Zusatznutzen.
Die
subkutane, spezifische Immuntherapie wird so lange wiederholt, bis
sich die Allergie-Symptome bessern oder ganz verschwunden sind. Die
meisten Patienten profitieren noch viele Jahre nach dem Ende
der Hyposensibilisierung von dieser Therapie. Doch es gibt
Ausnahmen: tritt nach zwei Jahren bei einem Insektenstich keine
Besserung der Krankheitszeichen, so sollte die spezifische
Immuntherapie nach Meinung von Przybilla beendet
werden. Normalerweise wird drei
bis fünf Jahre lang hyposensibilisiert. Unter bestimmten
Bedingungen sollte bei Risikopatienten sogar lebenslang
hyposensibilisiert werden.
Während
die meisten Insekten für Insektengiftallergiker eher lästig als
gefährlich sind, können insbesondere Wespen und Bienen zur tödlichen
Gefahr werden. In Europa sterben Jahr für Jahr etwa 100 Menschen an
den Folgen einer Insektengiftallergie. Diese Überempfindlichkeit äußert sich bei einigen Patienten in Allgemeinreaktionen,
die über die unmittelbare örtliche Stichreaktion hinausgehen und
mitunter lebensbedrohlich sein können.
Typische
Anzeichen einer allergischen Reaktion durch einen Insektenstich sind
Hautausschläge, Schweißausbrüche, Schwindel, Zittern, Übelkeit,
Erbrechen und Pulsrasen. Der Betroffene erlebt oft auch ein
wachsendes Gefühl von Atemnot und Panik. Schlimmstenfalls kommt es
zum anaphylaktischen Schock mit raschem Blutdruckabfall und Bewußtlosigkeit,
der ohne sofortige ärztliche Behandlung tödlich enden kann.
Diese Todesfälle sind besonders tragisch, da sie im
Regelfall durch eine spezifische Immuntherapie zu verhindern gewesen
wären.
Verschiedene
wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt,
das bis zu 70% der Insektengiftallergiker auf einen
Bienenstich mit einer generalisierten allergischen Reaktion
reagieren. Bei Wespenstichen sind es bis zu 50%.
Wurde eine spezifische Immuntherapie
erfolgreich durchgeführt, so sinken diese Zahlen bei
Bienenstichen auf 10 – 25% und bei Wespenstichen auf
0 bis 5%.
Auf
Grund der drohenden Gefahr einer ernsten systemischen Reaktion
stellt eine regelmäßig aufgefrischte spezifische
Hyposensibilisierung somit eine lebensrettende Langzeitmaßnahme
dar. Diese Therapie ist auch deshalb ratsam, da mittlerweile
an einigen Spezialkliniken eine Schnell-Hyposensibilisierung
durchgeführt werden kann. Diese bietet Insektengiftallergikern
innerhalb weniger Tage einen zuverlässigen Sofortschutz.
ÄRZTE
FÜR TIERE e. V. verfolgt zwei grundsätzliche Ziele:
den politischen Tierschutz und die Förderung tiergestützter
Therapieformen.
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